B e k a n n t m a c h u n g

Samtgemeinde Harpstedt

Der Samtgemeindebürgermeister

Bauleitplanung der Samtgemeinde Harpstedt

21. Änderung des Flächennutzungsplanes

hier: Öffentliche Auslegung gem. § 3 (2) Baugesetzbuch (BauGB)
                      

Der Samtgemeindeausschuss hat in seiner Sitzung am 14.06.2018 den Entwurf der

21. Änderung des Flächennutzungsplanes gebilligt und dessen öffentliche Auslegung gem. § 3 (2) BauGB beschlossen.

Die Samtgemeinde Harpstedt beabsichtigt im Rahmen der 21. Änderung des Flächennutzungsplanes einen Teil der gewerblichen Baufläche, östlich vom Bahnhof in Harpstedt, als Wald darzustellen.

Der Geltungsbereich der 21. Flächennutzungsplanänderung ist dem nachstehenden Kartenausschnitt zu entnehmen.

 Kartenausschnitt 21. Änderung FNP

 

Der Entwurf der 21. Änderung des Flächennutzungsplanes nebst Begründung einschließlich Umweltbericht und Gutachten sowie die nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden, umweltbezogenen Stellungnahmen liegen in der Zeit

vom 23.07.2018 bis einschließlich dem 24.08.2018

öffentlich aus und können während der allgemeinen Dienststunden

montags - donnerstags vormittags                    von 07.00 bis 13.00 Uhr

montags nachmittags                                            von 14.00 bis 16.00 Uhr

donnerstags nachmittags                                     von 14.00 bis 17.00 Uhr

freitags vormittags                                                  von 07.00 bis 12.00 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung (Tel. 04244 – 82 36), in der Samtgemeinde Harpstedt (27243 Harpstedt, Amtsfreiheit 1, Fachbereich IV- Bau und Planung, westlicher Flur im 1. Obergeschoss) von jedermann eingesehen werden. Zusätzlich können die o.g. Unterlagen auch im Internet auf der Homepage der Samtgemeinde Harpstedt (auf www.harpstedt.de unter Verwaltung- Amtshof- Bauamt- Bauleitpläne im Beteiligungsverfahren) eingesehen werden.

Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist von jedermann bei der Samtgemeinde Harpstedt, Amtsfreiheit 1, 27243 Harpstedt abgegeben werden.



Für die 21. Änderung des Flächennutzungsplanes liegen folgende umweltbezogene Informationen vor:

Gutachten, Untersuchungen und sonstige fachliche Ausführungen:

-       Umweltbericht, (pk plankontor städtebau gmbh)

-  Fachbeitrag Landschaftsbildbewertung der Samtgemeinde Harpstedt (Mai 2014) zur 16. Änderung des Flächennutzungsplanes, (Seidel Landschaftsarchitektur und Stadtplanung sowie pk plankontor städtebau gmbh)

-  Fachbeitrag Erholungsnutzung der Samtgemeinde Harpstedt (Mai 2014) zur 16. Änderung des Flächennutzungsplanes, (pk plankontor städtebau gmbh)

-       Landschaftsrahmenplan (1995), (Landkreis Oldenburg)

-  Landschaftspflegerischer Fachbeitrag zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Harpstedt (März 2001), (Seidel Landschaftsarchitektur und Stadtplanung)

Verordnungen:

Verordnung des Landkreises Grafschaft Hoya über das Landschaftsschutzgebiet „ Harpstedter

Geest“, vom 18.04.1973 (Amtsblatt Reg.-Bez. Hannover Nr. 11 S. 567) zuletzt geändert durch Art 1 § 1 der VO des Landkreises Oldenburg vom 26.02.2002 (Amtsblatt Reg.-Bez. Weser-Ems S. 346)

Von folgenden Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit sind Stellungnahmen mit umweltrelevantem Bezug eingegangen:

-Landkreis Oldenburg (13.10.2017): Schaffung einer klaren Grenze zwischen Siedlung und Freiraum, keine negativen Auswirkungen zu erwarten

-Niedersächsische Landesforsten-Forstamt Ahlhorn (29.09.2017): Stärkung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes

-Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (26.09.2017): Kampfmittelbelastung im Plangebiet nicht auszuschließen

-Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (16.10.2017): keine archäologischen Fundstellen bekannt, aber nicht auszuschließen

Hinsichtlich der Umweltbelange wurden insbesondere die folgenden Schutzgüter und deren voraussichtlichen wesentlichen Auswirkungen thematisiert:

  • zum Schutzgut Tiere und Pflanzen, Artenschutz:

Bestandsaufnahme: Biotoptypenkartierung wurde durchgeführt; Vorkommen von Brutvögeln und Fledermaus-Quartieren nicht auszuschließen.

Prognose der Entwicklung bei Durchführung der Planung: Baumhecken am nördlichen und am südlichen Rand sowie Graben werden langfristig in den Wald integriert, Tiere passen sich langfristig an die Veränderungen an.

  • zum Schutzgut Fläche, Boden und Wasser:

Bestandsaufnahme: Bodentyp Podsol, Grundwasserspiegel bei ca. 8 m unter Geländeoberfläche.
Prognose der Entwicklung bei Durchführung der Planung: Entlastung des Grabens, Begünstigung der Grundwasserneubildung, Bodenfunktion wird um 4.500 qm aufgewertet.

  • zum Schutzgut Luft und Klima:

Bestandsaufnahme: mildes Kleinklima, keine gravitationsbedingten Kaltluftströme. Prognose der Entwicklung bei Durchführung der Planung: Kleinklima und Sauerstoffproduktion werden begünstigt.

  • zum Schutzgut Landschaft:

Bestandsaufnahme: Geltungsbereich hohe Bedeutung für das Landschaftsbild, Entwicklungsbereich für landschaftsgebundene Erholung, touristischer und kultureller Erholungsschwerpunkt, derzeit wird das Landschaftserleben im und um den Änderungsbereich erheblich beeinträchtigt.

Prognose der Entwicklung bei Durchführung der Planung: Aufwertung und Steigerung der landschaftlichen Qualität, Entstehung eines attraktives Landschaftsbildes.

  • zum Schutzgut Mensch:

Bestandsaufnahme: Orientierungswerte „Schallschutz im Städtebau“ für Parkanlagen werden in Randbereichen des Plangebietes überschritten, Lärmbelastungen für kleinen Bereich des Änderungsbereiches vorhanden.

Prognose der Entwicklung bei Durchführung der Planung: nachteilige Auswirkungen auf die Erholungsfunktion des Waldes werden nicht befürchtet.

  • zum Schutzgut Kulturgüter und andere Sachgüter:

Bestandsaufnahme: keine Bau- oder Bodendenkmäler und keine Kulturdenkmäler im Plangebiet.

Prognose der Entwicklung bei Durchführung der Planung: keine negativen Auswirkungen zu erwarten.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die 21. Änderung des Flächennutzungsplanes unberücksichtigt bleiben können.

Es wird zudem gem. § 3 Absatz 3 BauGB darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Harpstedt, den 03.07.2018

gez. Herwig Wöbse